Weltverband akzeptiert Sanierungskonzept für Radrennbahn in Gera.
OTZ Gera / Tina Puff
30. Jan 2026

- Auf der in die Jahre gekommenen Radrennbahn in Gera trainiert Thüringens größter Radsportverein. Noch...
Nimmt die Sanierung der Geraer Radrennbahn Fahrt auf? UCI stimmt zu, Förderanträge laufen – doch wird das Projekt wirklich realisiert? Im kommenden Jahr wird die Radrennbahn 70 Jahre alt.
Wie weiter mit der Radrennbahn in Gera? Aktuell heißt es abwarten – warten auf den Bund und das Land. Das Warten auf die UCI, den Weltverband des Radsports, hat bereits ein Ende. Er meldete sich am Abend des 27. Januar.
Seit Dienstagabend steht fest, dass der Weltverband UCI das Sanierungskonzept für die Radrennbahn akzeptiert. Es wurde ihm im Vorfeld vorgelegt, um sicherzugehen, dass die sanierte Radrennbahn die Normen als Sportstätte für den Radsport, bis hin zu internationalen Rennen erfüllt. Die UCI gibt regelmäßig vor, welche Anforderungen Radrennbahnen erfüllen müssen.
Im aktuellen Haushaltsplan 2026 der Stadt Gera sind Mittel für die Sanierung der Sportanlage eingestellt. Oberbürgermeister Kurt Dannenberg (CDU) informierte jüngst darüber, dass die Stadt die Fördermittelanträge für die Sanierung der Radrennbahn pünktlich zum Termin abgegeben habe. Die Antragsfrist für die „Sportmilliarde“ endete am 15. Januar.
Die Stadt hat sich für das Bundesförderprogramm „Sportmilliarde“ beworben. Dieses Programm wurde für die Modernisierung maroder kommunaler Sportstätten ins Leben gerufen. Bis 2029 stehen insgesamt eine Milliarde Euro zur Verfügung. Über dieses Programm hat die Stadt 4,2 Millionen Euro beantragt. Dannenberg ist hoffnungsvoll. Er erklärt, dass in diesem Förderprogramm vor allem die Sportstätten berücksichtigt werden, die sich bereits in Leistungsphase drei befinden. Für die Radrennbahn ist dies der Fall. In der Leistungsphase drei gibt es ein konkretes, genehmigungsfähiges Konzept mit detaillierter Grundrissgestaltung, integrierten Fachplanern und einer detaillierten Kostenberechnung.
Auch um Fördermittel des Landes bemüht sich die Stadt. Die Summe des entsprechenden Fördermittelantrags beträgt 2,9 Millionen Euro. Die aktuellen Aussichten hierfür seien hoffnungsvoll. Dieser Optimismus ist auch aus den Reihen des Geraer Radsportvereins zu hören. Der Verein hatte am 20. Januar unter anderem den Sport-Staatssekretär David Möller, LSB-Hauptgeschäftsführer Thomas Zirkel und TRV-Präsident Ralf Ulitzsch im Rahmen eines Besuchs des Stadtsportbundes Gera zu Gast.
David Möller habe mit großem Interesse den Ausführungen von Trainerin Heike Schramm über die Entwicklung des Vereins gelauscht, heißt es. Der SSV Gera ist der größte Radsportverein in Thüringen. Mit seiner Nachwuchsarbeit trägt er dazu bei, dass der Radsport seit Jahren die olympische Sommersportart Nummer eins ist, schreibt der Verein auf seiner Internetseite.
Konkrete Versprechen habe es vor Ort zwar keine gegeben, aber es wurde Zuversicht vermittelt. David Möller habe gesagt, dass die Geraer Radrennbahn ein Bestandteil des Thüringer Förderplans ist.
Das Baudezernat stehe bereits in den Startlöchern, so Dannenberg. Es legt los, wenn alles in Sack und Tüten ist. (OTZ/T.Puff)
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