Mehr als nur Radsport.

OTZ Gera / Andreas Rabel

09. Mär 2019

Besuch im Fahrradladen DragZone  (Foto: Privat)
Besuch im Fahrradladen DragZone (Foto: Privat)



Der SSV Gera ist Teil des von der Europäischen Union ge­för­der­ten Projekts Erasmus+. Bericht vom Auftakt in Sofia.

Sofia/Gera. Fortbildung, Verständigung über den Sport hinaus, Verständnis füreinander, voneinander lernen – das sind Ziele des von der Europäischen Union (EU) aufgelegten Programms Erasmus+, das Auslandsaufenthalte fördert. So auch im Sport.

Der SSV Gera hat sich mit Erfolg beworben, ist seit diesem Jahr Teil des Erasmus+-Projekts „BIKE – Biking Innovation and Knowledge for Everyone“. Sechs Geraer Nachwuchssportler sowie die beiden Trainerinnen Paula Kerndt und Heike Schramm waren zur Auftaktveranstaltung des ein Jahr lang laufenden Projekts in Sofia.

Der zweite Treff der Vereine Martigues Sport Cyclisme (Frank­reich), Novák Cycling Academy (Rumänien) und DRAG Cycling Club Sofia (Bulgarien) sowie des SSV Gera ist vom 4. bis 7. Ok­to­ber in Gera geplant – quasi als Auswertung der Radsaison.

Die Bewerbung der Geraer für das Erasmus+-Projekt hatte Sport­direktor Bernd Herrmann, der privat und beruflich gute Kontakte nach Bulgarien pflegt, über die S-Event Marketing UG angeregt. Der Kontakt nach Sofia ist aber keine Einbahnstraße, die Geraer beziehen bereits ihre Bahnräder von Dragomir Kouzov, dessen Verein DRAG Cycling Club Sofia im Erasmus+-Projekt federführend ist.

„Es waren erlebnisreiche Tage für unsere Radsportler. Mit vielen Gesprächen und einem straffen Training, sowohl auf den Straßen Sofias als auch auf der Radrennbahn in Plowdiw“, sagt Paula Kerndt . Dragomir Kouzov und seine Mitstreiter seien ein guter Gastgeber gewesen, „und unsere Sportler haben mit eigenen Augen gesehen, dass es in Bulgarien nicht so aus­schaut wie bei uns, dass vieles einfacher ist und manches gar nicht geht“. Paula Kerndt hatte am ersten Abend einen Vortrag zum Thema „Trainerausbildung“ gehalten, sich aber eine regere Diskussion gewünscht. „Die Probleme, die die Vereine haben, gleichen sich“, ergänzt Heike Schramm. Da sei es gut, sich auszutauschen. Es sei nicht einfach, gut ausgebildete Trainer für den Nachwuchs zu finden, auch fehle es an Wett­kämp­fen für den Nachwuchs. Die rumänischen Sportler würden in ihrem Land jedes Rennen gewinnen, doch es gebe auch nur zehn und sie wären unter sich. Auch trai­nings­me­tho­disch gebe es Unterschiede. In Frankreich sehe es etwas anders aus. Dort trainiert der Nachwuchs viel auf dem Mountainbike, erfolgt der Wechsel zum Straßenrennsport später als in Deutschland. Über den viertägigen Aufenthalt in Sofia hinaus, haben die Vereine verabredet, in Kontakt zu bleiben, sich auszutauschen. Heike Schramm hat Renntermine, den Kontakt zur Kids Tour Berlin und das Prospekt von der Ostthüringen Tour in Gera den anderen Vereinen geschickt. „Vielleicht können wir, wie mit den bul­ga­ri­schen Sportlern schon einmal, ein Trainingscamp or­ga­ni­sie­ren“, sagt Heike Schramm.  (OTZ/Andreas Rabel)

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«2019»
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