Trotz Leistungsdruck – Radsport muss Spaß machen.
Warum Acht- bis Zehnjährige beim SSV Gera aufs Rennrad steigen.

SSV Gera / Presse

02. Sep 2010

Der Faszination Radfahren kann sich wohl kaum einer entziehen. Gerade einmal das Laufen erlernt, treten die Kinder schon in die Pedale. So ist es anfangs das Rad mit den Stützrädern. Bald geht es dann schon ohne diese Hilfe und dieser oder jener versucht es dann auch schon einmal mit einem Rennrad, was nicht immer ohne Blessuren abgeht, was die Kinder aber nicht davon abhält, wieder auf ihr Rad zu steigen.

Radfahren macht eben Spaß und noch mehr, wenn man im Team fährt und dann noch für sein Können Anerkennung findet. Mindestens zweimal in der Woche sieht man auf den Straßen von Gera und dem Umland eine Kindergruppe, nicht älter als zehn Jahre, in ihren grün-roten Renntrikots und auf ihren Rennrädern. „Es sind die Greipel’s, Baumann’s, Förstemann’s, Enders´, Degenkolb’s oder Liebig’s von morgen“, scherzt so mancher, der die Trainingsgruppe von Dr. Kerstin Riemann mit Tempo über den Asphalt flitzen sieht.

Fragt man die jungen Radsportler nach ihren Vorbildern, hört man allerdings nur wenige der großen Namen des Radsports. Eher kommen die Vorbilder aus dem näheren Umfeld, wie bei Jannis Peter, der sich an seinem Vater orientiert. Mit ihm ist er eben immer Rad gefahren, dann wollte er mehr, meldete sich beim SSV Gera an und seitdem fährt er aktiv Rad, sogar mit Lizenz und erste Erfolge, darunter auch Siege, kann er auch schon vorweisen.

Was die derzeit zehn Radsportler der Trainingsgruppe U11 eint, ist die Freude am Radsport, was auch der Philosophie des Radsports im SSV Gera 1990 e.V. entspricht. „Im SSV Gera 1990 mit Spaß am Radfahren zum Erfolg“, lautet das Motto, welches bisher auch der Garant dafür war, dass aus dem Nachwuchs Spitzenfahrer wurden, die nationale und internationale Radsportgeschichte geschrieben haben und heute schreiben.

Noch begnügen sich die jungen Talente mit kleineren Erfolgen. Ob sie einmal groß herauskommen, kann derzeit niemand sagen, doch Visionen haben sie schon. „Ich will Medaillen haben und meine Eltern wollen auch, dass ich Rad fahre“, erzählt der 10-jährige Tom Waldenmaier, der am liebsten auf der Bahn fährt. „Da geht es immer rundherum, das ist für mich übersichtlicher." Auch Pascale Turbanisch, übrigens derzeit das einzige Mädchen in der Trainingsgruppe, zieht die Bahn der Straße vor. „Da gibt es keine Berge“, sagt die 8-jährige und wünscht sich noch mehr Mädchen in ihrer Gruppe, scheut sich aber nicht, auch allein mit den Jungs zu konkurrieren und dies sogar mit Erfolg.

Dem Betonoval gibt auch der 8-jährige Paul Weiß den Vorzug. „Da ist man immer schnell wieder im Ziel“, sagt er, dem das Radfahren mit seinen Eltern schon in frühester Kindheit immer viel Freude gemacht hat. Gefallen am Bahnrennen hat auch Max Gaube gefunden. „Ich habe einmal beim Wettkampf zugesehen. Da hat mich Herr Riemann angesprochen, ob ich es nicht mal versuchen will. Ich hab’s versucht und es hat Spaß gemacht und ich bin dabei geblieben“, sagt der 9-jährige.

Der 10-jährige Maximilian Bonk liebt die Rundstreckenrennen. „Da kann man richtig aufdrehen. Das wollte ich schon immer machen und wenn man gut ist, da gibt es ja auch Medaillen oder Pokale“, erzählt er. Es war die Radsportlerin Carolin Henkel, die Fabrice Güttig auf den Geschmack am Leistungssport brachte. „Ich habe Caro zugesehen und fand das irgendwie geil, wie die da abgespurtet ist. Na ganz so gut bin ich zwar noch nicht, aber es macht Spaß, vor allem auf der Bahn“, so der 10-jährige. Wenn beim Bahncup 100 m mit fliegendem Start im Wettkampfprogramm steht, dann ist das ganz nach dem Geschmack von Tobias Krebs (10 Jahre).

Jannis Peter fährt lieber auf der Straße. „Wenn ich groß bin, werde ich Bergfahrer“, meint der 10-jährige. Nur die Rundstreckenrennen liegen ihm nicht so. „Immer wieder dieselbe Runde, ist ja langweilig. Da fahre ich lieber lange Strecken von einen zum anderen Ort.“

Dass es aber im Radsport nicht ganz ohne Leistungsdruck geht, weiß Trainerin Dr. Kerstin Riemann. „Erfolge motivieren. Erfolge müssen organisiert werden, dies geht nicht ohne intensives Training, doch der Spaß darf dabei nicht zu kurz kommen“, meint die erfahrene Trainerin. Fingerspitzengefühl sei gefragt, meint sie und setzt dabei in ihrer Trainingskonzeption auf sportliche Ausbildung, aber auch auf eine Freizeitgestaltung wie die Ferienfreizeit über Ostern in Kroatien oder auch die Zeltlager auf der Radrennbahn. „Es geht nicht immer darum, wer der oder die Schnellste ist. Wichtig ist, dass alle ankommen, dass sie lernen in der Gruppe zu fahren, dass sie lernen, zum Erfolg zählt auch der Teamgeist“, erklärt Dr. Kerstin Riemann ihr Ausbildungskonzept.

Wer gern Rad fährt und gefallen am Radsport hat, kann sich beim SSV Gera melden. Trainingszeiten für Anfänger auf der Radrennbahn (Nähe Tierpark) sind jeweils dienstags und mittwochs von 15:30 Uhr bis 17:00 Uhr. Ansprechpartnerin: Melanie Lenk, Tel. 0365-7113548 oder 0179-9103630 oder e-mail an info@ssv-gera.de.

Die Trainingsgruppe U11 in Aktion siehe SSV-Galerie. (rs)

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