Sehe mich im positiven Sinne herausgefordert.
Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt besucht Geraer Radrennbahn.

19. Mär 2026

SSV-Trainerin Heike Schramm im Gespräch mit Ministerpräsident Mario Voigt und Oberbürgermeister Kurt Dannenberg.
SSV-Trainerin Heike Schramm im Gespräch mit Ministerpräsident Mario Voigt und Oberbürgermeister Kurt Dannenberg.

Stippvisite auf der Geraer Radrennbahn. Es war die letzte von fünf Stationen von Ministerpräsident Mario Voigt während seines Besuches in Gera. Anwesend waren Vertreter der Stadt, des Stadtsportbundes sowie vom SSV Gera. Gerade Letztere waren gespannt darauf, ob sich der Landesvater zur Radrennbahn, dem „Sorgenkind“ des Vereins, hinsichtlich der erhofften Sanierung äußert und wie groß die Hoffnung darauf ist, wenn er wieder nach Erfurt zurückkehrt.

Zunächst ging es um Informationen über die traditionelle Sportstätte, Hinweise über den desolaten Zustand des 250m Zementovals, um die Bemühungen den Trainings- und Wettkampfbetrieb dennoch aufrechtzuerhalten sowie über die in den letzten Monaten unternommenen Aktivitäten, um mit der erhofften baldigen Sanierung der Sportstätte voranzukommen.

Mit UCI-Kommissär Christian Magiera und SSV-Trainerin Heike Schramm waren zwei kompetente Gesprächspartner aus dem Verein vor Ort, die unterstützt von Oberbürgermeister Kurt Dannenberg bemüht waren, den Ministerpräsidenten von der Notwendigkeit und dem baldigen Beginn der Sanierung zu überzeugen. In diesem Zusammenhang verwies das Stadtoberhaupt auch darauf hin, dass seitens der UCI starkes Interesse an dem Erhalt der Radrennbahn in Gera besteht, um dort künftig auch wieder internationale Wettkämpfe zu bestreiten. Deshalb strebt auch die Stadt, so Kurt Dannenberg, eine Sanierung nach internationalem Standard an.

Christian Magiera und Bertram Koch, Dezernent für Stadtentwicklung und Bau erläuterten den Ausführungsplan für die künftige neue Radrennbahn. Mario Voigt zeigte sich begeistert und kommentierte die Aussagen mit den Worten: „Sehe mich im positiven Sinne herausgefordert.“

Die Hoffnung darauf, dass der Gast aus der Landehauptstadt vielleicht doch den lang ersehnten Bewilligungsbescheid im Gepäck hat, erfüllte sich nicht. So blieb es vorerst bei seinem Wunsch auf eine Drei-Säulen-Finanzierung durch Bund, Land und Stadt. Was aber voraussetzt, dass alle drei Partner ihren Anteil leisten. Hinsichtlich der Stadt ist dabei die Entscheidung bereits gefallen, für das Freistaat meint Mario Voigt: „Ich bin positiv optimistisch, dass das Land seinen Anteil erfüllt.“ Es heißt also abwarten.

Kurt Dannenberg setzt trotzdem auf Druck. David Möller Staatssekretär Sport, gab bei seinem Besuch auf der Radrennbahn am 20. Januar 2026 der Hoffnung Ausdruck, 2028 eine Deutsche Meisterschaft auf der neuen Bahn auszutragen. Der Oberbürgermeister hat das Jahr in seinem Terminkalender fest eingetragen und gibt Mario Voigt mit auf den Rückweg: „Wir haben Zeitdruck und sind willens, diese Deutschen Meisterschaften 2028 durchzuführen.“ (rs)

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