Jasha Sütterlin gewinnt Profirennen am Schloss.
Markus Vettermann vom Team Bike House Weiser beim E-Bike Rennen der Apres Tour Gera auf Platz zwei.

03. Aug 2019

Vor dem Start des E-Bike Rennens, der ehemalige Geraer SSV-Radsportler Markus Vettermann vom Team Bike House Weiser, der sich am Ende auf Rang zwei platzieren konnte.
Vor dem Start des E-Bike Rennens, der ehemalige Geraer SSV-Radsportler Markus Vettermann vom Team Bike House Weiser, der sich am Ende auf Rang zwei platzieren konnte.

Ausfallen lassen oder etwas ganz Anderes – Letzteres sollte sich als eine gute Alternative erweisen. Ein Tag „Radsport am Schloss“, die etwas andere Apres Tour Gera. 2015 initiiert als ein Top-Highlight des Radsports in Geras Innenstadt durch ein hoch emotional engagiertes Org-Team um den Geraer Unternehmer Bernd Herrmann. Für vier Jahre wurde Gera zum Mekka des Radsports mit zahlreichen aktuellen und ehemaligen Teilnehmern der Tour de France, deshalb auch das Motto „Nach der Tour ist vor der Tour“.

Die nichterteilte Genehmigung für die 5. Auflage in der Innenstadt zwang die Organisatoren zum Umdenken. Ausfallen lassen oder neues Konzept. Die Organisatoren entschieden sich für etwas Neues: Bergzeitfahren mit Landesmeisterschaft für den Thüringer-Nachwuchs, E-Bike Rennen und Jedermannrennen „Schlag den Profi“.

Besonders in den Fokus rückte der Freiburger Radprofi Jasha Sütterlin vom Movistar Team, für den die Geraer Straßen nichts Neues sind. In der 2,2 Kilometer langen Strecke bergauf, auf der es ca. 135 Höhenmeter zu überwinden galt, dazu noch enge Kurven, sah der ehemalige Rennfahrer des Thüringer Energie Teams eine für ihn neue Herausforderung.

Einzelzeitfahren, ein Kampf gegen die Uhr, dabei den inneren Schweinehund überwinden, so nahm Jasha Sütterlin gemeinsam mit John Mandrysch, Jonathan Dinkler und Immanuel Stark (alle drei vom P&S Team Metalltechnik) die Herausforderung an. Am Ende blieb für den Freiburger die Uhr bei 5:01,20 min stehen, gefolgt von John Mandrysch (5:02,53 min), Immanuel Stark (5:14,39 min) und Jonathan Dinkler (5:20,83 min).

Das Ergebnis wohl nicht überraschend, war man dennoch gespannt, ob der amtierende Silbermedaillengewinner bei den Deutschen Bergmeisterschaften, John Mandrysch, den mehrfachen Deutschen Meister im Einzelzeitfahren, Sieger der Tour de Berlin und WM-Bronzemedaillengewinner im Mannschaftszeitfahren, Jasha Sütterlin, Paroli bieten kann.

Am Ende setzte sich der Routinier durch und gab damit die Zeit für das Jedermannrennen „Schlag den Profi“ vor. Am Nächsten an die Zielmarke heran kam Markus Wille (MTS TRIEBWERK Cycling), für den eine Zeit von 5:26,77 min gestoppt wurde. Auf den weiteren Plätzen folgten Eiko Valentin Berlitz (Melsunger TG / 5:27.91 min) und der Geraer Triathlet Theodor Popp (TSV Gera-Zwötzen / 5:37,61 min). Wacker geschlagen haben sich auch der ehemalige SSV-Radsportler Florian Dietsch (jetzt RV Offenbach / 6:01,90 min), René Sachse (RC Gera 92 / 6:13,32 min), der am Vortag beim Bergzeitfahren in Waldheim Platz zwei belegte, und Christoph Götz (Team S-Event / 6:33,05 min) wie auch Christoph Mai (Team S-Event / 6:43,78 min).

Gespannt waren die Besucher auch darauf, wie sich die E-Biker schlagen würden. An die Zeit von Jasha Sütterlin kam keiner ran. Beinkraft vor Motorkraft! Zugelassen waren nur E-Bikes mit einer max. Motorleistung von 250 Watt, einer Motorunterstützung bis max. 25 km/h und nur während gleichzeitigem Pedalieren. Gewährt wurde eine Starthilfe von max. 6 km/h ohne Pedalieren.

Hier gingen die ersten drei Plätze an Karl Müller (Team ebike-gera.de / 5:03,64 min), Markus Vettermann (Time Bike House Weiser / 5:06,99 min) und Pierre Stöckigt (Team Radwelt / 5:09,85 min).

Neben den sportlichen Ereignissen bot sich den Besuchern ein attraktives Rahmenprogramm mit Bike-Show Marco Hösel, Blechlawine, Kinderprogramm und Rosa-Live-Konzert.  (rs)

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