Geraer Sportpreise in fünf Kategorien übergeben.
Zum 9. Mal ehrte der Stadtsportbund Gera sportliches und ehrenamtliches Spitzenengagement.

SSV Gera / Presse

17. Feb 2017

Die Stifter der Geraer Sportpreise 2017: Hans-Joachim Noeren (Heym GmbH), Thomas Weil (stellvertretend für Markus Morbach, Sparkasse Gera-Greiz), Andreas Lauterbach (BLR Lager- und Handelshaus GmbH), Uwe Müller (Stadtsportbund Gera e.V.), Mark Mittasch (Sportradar GmbH).
Die Stifter der Geraer Sportpreise 2017: Hans-Joachim Noeren (Heym GmbH), Thomas Weil (stellvertretend für Markus Morbach, Sparkasse Gera-Greiz), Andreas Lauterbach (BLR Lager- und Handelshaus GmbH), Uwe Müller (Stadtsportbund Gera e.V.), Mark Mittasch (Sportradar GmbH).

Mit ihrer Entscheidung, die anlässlich der Geraer Sport­ehrun­gen zu vergebenden Geraer Sportpreise medial im Meeting­raum „Rio“ der Sportradar GmbH zu präsentieren, traf das Präsidium des Stadtsportbundes e.V. voll ins Schwarze. Enger kann die Verbindung zwischen einem Dienstleister für Sport­me­dien und dem Sport wohl nicht sein. Als renommierter Ab­le­ger eines weltumspannenden Unternehmens, sei man gern be­reit, dem Sport hier in Gera etwas zurückzugeben, so Ge­schäfts­füh­rer Mark Mittasch. Seit 2001 agiert das Unter­neh­men in Gera und seit 2007 hält Mark Mittasch als Ge­schäfts­füh­rer die Fäden fest in seinen Händen. Als Unternehmen, welches sich an der absoluten Weltspitze orientiert und dort voll mit­mischt, liegt es nah, dass sie den Geraer Sport­preis „Sport­li­che Spitzenleistung“ über­reichten.

Als führendes kommunales Finanzunternehmen hat die Sparkasse Gera-Greiz den wohl größten Anteil daran, wenn es um die Förderung des Sports in der Region geht und hier besonders um den Nachwuchs- und Breitensport. Hinter diesem Engagement verbirgt sich der Geraer Sport­preis „Herausragender Nachwuchssportler“.

Als Unternehmer weiß Andreas Lauterbach wie hart das Leben sein kann und was es heißt, dabei immer den Kopf oben zu behalten. Rückschläge gibt es aber auch im Sport und auch hier heißt es: Steh auf! Angelehnt daran heißt der Geraer Sportpreis, der von der BLR Lager- und Handelshaus GmbH überreicht wurde: „Nie sich aufgeben“.

Der Stadt Gera über den Sport national und international einen Namen geben, das verbirgt sich hinter dem Geraer Sportpreis „Botschafter des Geraer Sports“, der von der Heym GmbH gestiftet wird.

Wohl keiner kann besser ein jahrzehntelanges Engagement für den Sport einschätzen, als der Stadtsportbund. So liegt es nah, das von ihm der Geraer Sportpreis „Sportliches Lebens­werk“ kommt.

Fast drei Wochen nach der medialen Präsentation der fünf zu vergebenden Geraer Sportpreise wurden die Geehrten geheim gehalten. Seit heute steht nun fest, wer die Empfänger der dies­jäh­ri­gen Geraer Sportpreise sind.

Auf Rollen zu Hause ist Ron Pucklitzsch und wo er auftritt, ob bei Deutschen Meisterschaften, Europa- oder Welt­meis­ter­schaf­ten, da ist das Siegerpodest nicht weit. Schon im Schüler­bereich ließ er nichts anbrennen, arbeitete sich Jahr für Jahr bis zur Spitze vor, feierte Deutsche Meistertitel, holte Podestplätze bei Juniorenwelt- und Junioren­europa­meister­schaf­ten. Der heute 18-Jährige trainiert beim Roll­schnell­lauf­verein Blau Weiß Gera e.V. und wurde mit dem Geraer Sport­preis „Herausragender Nachwuchssportler“ geehrt.

Während für den jungen Inlinespeedskater die großen Sport­erfolge noch vor ihm liegen, kann sich Theodor Popp zur Spitze des Geraer Sports zählen. Bereits in der Jugend und bei den Junioren sicherte er sich mehrfach Gold bei Thüringer Meister­schaf­ten. 2008 hat es den heute 25-Jährigen zum Triathlon ver­schlagen und seitdem sorgt er dafür, dass sein Heimat­verein, der TSV 1880 Gera-Zwötzen e.V, bundesweit in aller Munden ist, wenn Duathlon oder Triathlon auf dem Programm steht. 2014 wurde er Deutscher Meister in der U23 im Duathlon über die Kurzdistanz. Auch bei den heimischen Läufen glänzt er mit sehr guten Ergebnissen, was die Jury bewog, ihn mit dem Geraer Sportpreis „Sportliche Spitzen­leistung“ zu ehren.

Er versuchte sich in der Leichtathletik - Hoch- und Weitsprung - sowie im Voltigieren, testete seine Schießfertigkeiten, ließ sich zum Rettungsschwimmer ausbilden, bis ein Arbeitsunfall 1989 sein ganzes Leben veränderte. Doch selbst im Rollstuhl sit­zend, gab es für Mario Oehme nichts anderes als Sport. Er hat den Sport zu seinem Lebensinhalt gemacht, ein Leben ohne Sport ist für ihn undenkbar. Kugelstoßen, Diskus- und Speer­wer­fen, als Rollstuhlbasketballer und Renn­roll­stuhl­fah­rer über die Kurzstrecken bis hin zum Halb­mara­thon, letztlich folgte er dem Rat seines Arztes und wechselte zum Bogen­schießen. Bei den Paralympiks 1996 und 2004 stand er jeweils ganz oben. Er arbeitet ehrenamtlich als Trainer und gibt gern sein Wissen und Können an Jüngere weiter. All dies sind nur einige Punkte, von denen sich die Jury bei ihrer Entscheidung leiten ließ, den 52-Jährigen mit dem Geraer Sportpreis „Nie sich aufgeben“ zu ehren.

Nicht, dass es den Jurymitgliedern schwergefallen war, als sie sich zu entscheiden hatten, wem sie den Geraer Sportpreis „Sportliches Lebenswerk“ zuordnen sollen. Ein Blick in die sportliche Historie von Albrecht Beer lässt fast 70 Jahre Geraer Schachgeschichte lebendig werden. Als 10-Jähriger vom „königlichem Spiel“ erfasst, leitete er fünf Jahre später die AG Schach am „Haus der Jungen Pioniere“. Zwei Jahre danach verfasste er seinen ersten Artikel für die Zeitung „Das Volk“. In­zwi­schen sind es über 2000 Texte geworden. Für ihn gilt, ein­mal Schach immer Schach. Doch er hat nicht nur selbst ge­spielt, sondern über Jahrzehnte Turnierleiter und Schieds­rich­ter ausgebildet und zahlreiche Talente heraus­ge­bracht. Seine sportliche Heimat hat der heute 77-Jährige beim Eisen­bah­ner­sport­verein Gera e.V gefunden.

Nach Robert Förstemann 2011 fiel die Ehrung mit dem Geraer Sport­preis „Botschafter des Geraer Sports“ an die Apres Tour Gera und damit wieder an den Radsport. Mit der Apres Tour ist es gelungen, ein Radsporthighlight der Superlative in Gera zu etablieren. Wenn auch nur für einen Tag, doch nicht viele Städte können sich rühmen, einen Hauch des Tour de France Flairs live auf sich wirken zulassen. Mit den Chef-Orga­ni­sa­to­ren Bernd Herrmann und Lucas Schädlich wurde so für viele Radsportfans ein Traum Wirklichkeit, indem der junge Rad­nach­wuchs auf seine „Helden der Tour“ treffen kann.

Mit der Ehrennadel des Landessportbundes Thüringen wurden geehrt: Olaf Wenzel (Jugendfußballclub Gera e.V.) und Thomas Ludwig (1. SV Gera e.V.). Reiner Werkmeister (SV Aga e.V.) und Stef­fen Müller (RSV Blau Weiß Gera e.V.) erhielten die Guts­Muths-Ehren­plakette in Bronze. Die Ehrenurkunde des Stadt­sport­bundes Gera e.V. „Hervorragender Förderer des Geraer Sport“ ging an den Förderverein Kinder- und Jugend­fuß­ball e.V.

Wir gratulieren allen Geehrten für ihr ehrenamtliches Engagement im Geraer Sport.  (rs)

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